Hausausstattung
Ein Faktor, der für den Preis eines Fertighauses neben der Wahl der Fertighausart entscheidend ist, ist die gewählte Hausausstattung. Hier gibt es viele Entscheidungen zu treffen, die gut überlegt sein wollen. So etwa hinsichtlich des gewählten Heizsystems, der Haustechnik, der Gestaltung der Fassade und, und, und...
Was die Qual der Wahl nicht gerade erleichtert, ist dass auch der Innenbereich mit all seinen Details – Fensterbänke, Treppen, Küche, Fließen, Sanitäreinrichtungen, etc. geplant werden muss. Aber gerade hierbei kommt Individualität ins Spiel, stehen einem doch zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung offen, die das eigene Fertighaus zu etwas ganz Besonderem machen können.
Begrenzt werden die Möglichkeiten, die sich hinsichtlich der Hausausstattung ergeben, in der Regel nicht durch das Angebot, sondern durch die finanziellen Möglichkeiten des zukünftigen Hausbesitzers. Die Preise, mit denen die Anbieter von Fertighäusern werben, sehen nämlich in der Regel lediglich eine Standardausstattung vor. Wer mehr haben möchte – sowohl in Hinblick auf Menge (zum Beispiel bei Steckdosen) als auch in Bezug auf Qualität und Originalität, muss dieses zusätzlich bezahlen. Man sollte sich dementsprechend im Vorfeld genau überlegen, wie viel man zusätzlich für eine gehobene Ausstattung bezahlen kann und möchte. Die Wünsche sind nämlich nicht selten größer als das eigene Portemonnaie.
Standardausstattung
In vielen Fällen wird in einem Fertighausvertrag festgelegt, welche Ausstattung der spätere Eigentümer für den vereinbarten Preis erwarten kann. Hier spricht man dann auch von einer Standardausstattung. In der Regel bedeutet dieses nicht, dass man sich auf zum Beispiel eine Sorte Fließen festlegen muss, um die Standardausstattung einzuhalten. Auch hier kann es Wahlmöglichkeiten geben, die allerdings zumeist relativ begrenzt sind. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, auf eine gehobenere oder eine zusätzliche Ausstattung zurückzugreifen, dann ist das Limit der Standardausstattung allerdings durchbrochen und es wird insgesamt teurer für den Hausbesitzer werden. In der Regel ist dieser Weg aber auch in die andere Richtung gangbar: Wenn man einige Elemente der Standardausstattung nicht benötigt bzw. auch mit einer geringeren Zahl/Qualität auskommt, kann sich der Gesamtpreis für ein Fertighaus auch reduzieren.
Die Auswahl der Innenausstattung findet in so genannten Bemusterungszentren statt. Hier sind zum Beispiel alle verfügbaren Treppenmodelle oder alle Fließenarten, die gewählt werden können, zu besichtigen. In der Regel ist es so, dass mehrere Besuche in einem solchen Ausstellungszentrum notwendig sind – fällt die Wahl doch zumeist sehr schwer, wenn man alle Optionen vor Augen hat.
Tipp:
Erkundigen Sie sich im Vorfeld bei den jeweiligen Anbietern, was diese unter einer Standardausstattung verstehen.
Gehobene Ausstattung
Im Bereich der gehobenen Ausstattung sind der Phantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt. Die Tatsache, dass es sich um die Einrichtung eines Fertighauses handelt, muss nicht zwingend bedeuten, dass es hierbei nicht auch luxuriös zu gehen kann. Granit- und Marmorböden sind keine Seltenheit. Die Bäder können mit Designerstücken ausgestattet werden, und, und, und...
Das einzige, was es hier zu bedenken gilt, ist, dass all dieser Luxus natürlich seinen Preis hat und daher nur für wenige Personen wirklich erschwinglich ist. Hier gilt es, gut zu planen und Kompromisse zu schließen: Wenn einem ein Aspekt oder ein Ausstattungsgegenstand besonders wichtig ist, kann man diesen natürlich auch in sein ansonsten eher standardmäßig ausgestattetes Fertighaus integrieren. Ob dann im Gegenzug an anderen Stellen Abstriche gemacht werden müssen, darüber entscheidet der eigene finanzielle Spielrahmen. Da man in der Regel ein Haus nicht alleine plant, muss man sich hinsichtlich der Ausstattung natürlich auch mit seinem Partner einig werden. Dies ist unter Umständen ein Unterfangen, das nicht ganz so einfach gestemmt werden kann. Nehmen Sie sich also genügend Zeit bei der Auswahl ihrer individuellen Ausstattung und planen Sie diese Zeit von vornherein in Ihre Terminplanung mit ein, damit es später nicht zu Verzögerungen kommt. Ist eine Auswahl erst einmal getroffen, kann das spätere Ändern mitunter kompliziert werden. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie einige Zeit mit der Ausstattung leben müssen.
Fazit:
Jeder Extrawunsch kostet etwas. Machen Sie sich also einen genauen Budgetplan, damit Sie erkennen können, wie viel Geld für Extras übrig bleibt.
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